So zieht man mit einen WordPress Blog sicher um

Viele Blogger, die ihren Blog auf einem selbstgehosteten WordPress Blog betreiben kommen irgendwann in die Situation, dass der Webspace gewechselt werden muss. Sei es, weil der alte Hoster den Dienst einstellt oder weil man sich eine höhere Performance erhofft. Auch der völlig legitime Grund der Kostensenkung kann hierfür den Ausschlag geben. Wer in solch einem Fall nicht völlig neu beginnen möchte, kann seinen WordPress Blog auf den neuen Webspace umziehen. Dies ist jedoch mit einigen Hindernissen verbunden und sollte erst nach gründlicher Einarbeitung erfolgen. Mit ein wenig Aufwand und einem praktischen Vier-Punkte-Plan ist der WordPress Umzug nicht nur schnell und einfach erledigt – er ist vor allem auch sicher und die Daten können problemlos erhalten bleiben.

Wie ziehe ich einen WordPress Blog auf einen neuen Webspace um?

Prinzipiell ist der Umzug eines WordPress-Blogs eine schnell erledigte Sache. Doch abhängig von den eigenen Kenntnissen, den Anforderungen des alten und neuen Hosters sowie der WordPress-Installation selbst kann daraus schnell ein Abenteuer werden. Wer sich an den nun folgenden Vier-Punkte-Plan hält und den eigenen WordPress Blog auf diese Weise zum neuen Hoster bringt, wird kaum Probleme haben und sich schnell wieder dem Bloggen an sich widmen können. Dennoch: die folgende Anleitung garantiert nicht, dass der Blogumzug reibungslos klappt. Wir übernehmen dafür keine Garantie und haften für keine auftretenden Probleme!

Schritt 1: Sichern der Datenbank

Im ersten Schritt sollte die Datenbank des WordPress Blogs gesichert werden. Mit entsprechenden Plugins geht dies ganz einfach und unproblematisch. Das Plugin WordPress Database Backup beispielsweise kann hierfür ideal genutzt werden. Die Sicherung der Datenbank ist von großer Bedeutung, falls doch etwas schief gehen sollte. Damit kann zumindest der aktuellste Stand des Blogs wiederhergestellt werden. Alternativ zu den Plugins bieten viele Hoster die Möglichkeit, mit der Option phpMyAdmin die Datenbanken zu sichern. Dies empfiehlt sich vornehmlich für Blogs mit kleineren Datenbanken bis etwas 2 MB – größere Datenbanken sichert man besser mit entsprechenden Plugins.

Schritt 2: Anpassung und Sicherung der Dateien

Im nächsten Schritt geht es darum, die Dateien des Blogs entsprechend zu sichern und an den neuen Webspace anzupassen. Am einfachsten ist es, wenn man alle WordPress-Dateien vom alten Webspace abspeichert – anschließend kann man diese anpassen und für den neuen Webspace vorbereiten. Vornehmlich sollte allerdings das gesamte wp-content Verzeichnis gesichert werden, dieses enthält unter anderem das Theme, die Bilder sowie die Plugin-Dateien. Auch die wp-config.php spielt eine wichtige Rolle. Sie enthält alle Daten zur WordPress-Installation und muss nach der Sicherung angepasst werden.

Auf dem neuen Webspace lädt man anschließend alle gesicherten Dateien mit den bisherigen Pfaden hoch. Angepasst werden muss die wp-config.php – hier sind die Datenbank-Informationen des alten Webspace gesichert, diese muss nun mit den neuen Informationen bestückt werden, damit die Datenbank auf dem neuen Webspace entsprechend arbeiten kann. Die hierfür benötigten Informationen erhält man bei der Datenbank-Einrichtung auf dem neuen Webspace oder direkt vom Hoster.

Schritt 3: Anpassen und überspielen der Datenbank

Die Daten für die Domain werden von WordPress im Unterpunkt wp_options in der Datenbank. Dieses Feld muss daher angepasst werden, damit der Blog auch vom neuen Webspace mit der neuen Datenbank aufgefunden werden kann. Im Idealfall ändert man diese Informationen bereits in der alten Datenbank auf den neuen Webspace ab und sichert danach eine neue Kopie der Datenbank. Geändert werden muss prinzipiell nur die Domain, dies allerdings gleich zwei Mal. In beiden Feldern muss die neue URL eingegeben werden. Anschließend wird die Datenbank auf den neuen Webspace aufgespielt, hierfür kann auch wieder ein entsprechendes Plugin oder die Möglichkeit mit phpMyAdmin gewählt werden. Je nachdem, wie gut man sich mit Datenbanken auskennt, kann man die Änderungen auch direkt innerhalb der Datenbank vornehmen. Dies sollte allerdings nur dann gemacht werden, wenn man sich wirklich gut auskennt und die Folgen einkalkulieren kann.

Schritt 4: Das war es!

Ähnlich wie die WordPress-Installation selbst ist auch der Blog-Umzug mit WordPress kein allzu großer Akt! Hat man die ersten drei Schritte ordnungsgemäß erledigt sollte der Blog auf der neuen Domain bereits laufen. Vorsicht: auf der alten Domain ist dies nun nicht mehr der Fall! Daher sollten bereits vorher wirklich alle benötigten Daten gesichert werden! Zeitweise können Probleme und Fehlermeldungen auftreten, die Regel ist dies allerdings nicht. Mögliche Probleme und Fehler erkläre ich im nächsten Artikel. Dieser wird in der kommenden Woche erscheinen.

Ich wünsche euch viel Erfolg beim WordPress-Umzug!

Autor: Hauke

Ich bin Hauke. Blogger, Texter, Student. Ich blogge hauptsächlich auf tagestexte.de. Zudem findet man mich auf Facebook, Twitter und Google+.

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