SEO für Blogger – schon zuviel oder noch zu wenig?

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Seien wir ehrlich: Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist schon irgendwie lästig. Keywords in seine Texte einzupflegen, für Google auf passende Überschriften und Zwischenüberschriften zu achten, macht Arbeit, die die meisten Blogger eher nicht lieben. Ein bisschen SEO muss vielleicht dennoch sein: Aber wann wird ein bisschen ein bisschen zuviel?

Keywords und die goldene Mitte

Nehmen wir den Blogger X. So ganz ohne SEO schreibt er im ungünstigen Fall einen aufregenden, anregenden, interessanten und einfach tollen Artikel und kaum jemand nimmt das wirklich wahr. Wer Google nicht zum Freund hat, gewinnt nicht viele Leser. Google mag Keywords. Wer Google also zum Freund haben möchte, schenkt der Suchmaschine passende Keywords. Berichtet man etwa über eine Fahrradtour durch Frankreich, so könnte es daher Sinn machen, die Wörter „Fahrradtour“ und „Frankreich“ etwas häufiger in den Text zu integrieren. Allerdings:

•Dabei spielt nicht nur die Anzahl der eingepflegten Keywords eine Rolle, sondern auch der Ort, an dem sie in Fließtext und Überschriften eingepflegt werden. Besonders wertvoll sind Keywords in der Hauptüberschrift, durchaus wertvoll auch in Zwischenüberschriften und eher zu Beginn als am Ende des Textes.

• Die Menge der Keywords: Klar ist, dass ein Zuviel an Keywords einem Blog mehr schadet als nutzt. Die gute Lesbarkeit des Textes darf nicht leiden. Auch Google mag zu viele Keywords nicht. Unterstellt die Suchmaschine einem Autoren Keyword-Stuffing, straft sie ihn schlimmstenfalls ab und seine Texte erscheinen in den Google Ergebnislisten nur noch auf hinteren Plätzen. Texte mit Keyword-Stuffing bestehen fast nur aus aneinander gereihten Keywords. Zwei bis fünf Prozent Keyword-Anteil am Text empfehlen dagegen viele SEO-Experten.

Keywords sollte auch in die Internetadressen von Artikeln des Blogs integriert sein. Eine URL wie www.meinblog.com/?=p20 ist für SEO wertlos.

Google achtet auf Qualität

Die gute Lesbarkeit und ein hoher Informationsgehalt von Blog-Texten sind vielleicht auch bei SEO mittlerweile die wichtigsten Kriterien für einen erfolgreichen Blog. Google hat jüngst mit einem Update namens „Panda“ nochmals betont, dass das Unternehmen den Nutzern seiner Suchmaschine qualitativ hochwertige Inhalte als Suchergebnis präsentieren möchte. Das ist nur allzu verständlich: Eine Suchmaschine, die nur für den Suchenden wertlose Inhalte findet, wird selbst als wertlos empfunden. Für den Blogger bedeutet das: Die Qualität seiner Texte ist heute mindestens ebenso wichtig wie Keywords.

Links machen bedeutend

Qualität spielt auch bei der Verlinkung eines Blogs eine Rolle. Wer in so genannten Linkfarmen einen Link auf seinen Blog hinterlässt, leistet mittlerweile einen eher geringen oder gar keinen Beitrag für eine gute Positionierung auf Google. Nach wie vor sind Links, die von anderen Seiten auf einen Text des Blogs verweisen, wertvoll. Aber die Frage ist auch, woher diese Links kommen. Bestenfalls verlinken Betreiber gut besuchter und als seriös anerkannter Websites und Blogs auf den Text in einem Blog. Das lässt sich allerdings nur dann realisieren, wenn der Textinhalt als wirklich wertvoll und interessant anerkannt wird. Linkstausch mit anderen Blogs kann ebenfalls bis zu einem gewissen Grad eine sinnvolle SEO Maßnahme sein. Aufgelistet werden solche Blogs etwa in der Blogroll, die als Element der meisten Blogs angeboten wird.

Social Media hilft (manchmal)

Aktivität auf gut besuchten Social Media Plattformen ist ebenfalls nicht nur ein Instrument, um auf der Plattform selbst mit Links auf den Blog Leser zu locken. Social Media Aktivitäten sind auch ein Instrument, um indirekt die Präsenz eines Blogs in Suchmaschinen zu stärken. Vor jeder Entscheidung, ob man als Blogger auf Social Media Plattformen aktiv wird und falls ja, wo sich eine Aktivität besonders lohnt, sind daher zwei Fragen wichtig:

• Wie viele Freunde kann ich auf der jeweiligen Plattform machen, die meinen Blog lieben werden?

• Wie sehr trägt meine Präsenz auf der jeweiligen Plattform dazu bei, dass auch Google meinen Blog liebt?

Ein bisschen existiert dabei ein Dilemma: Facebook ist Nummer 1 bei den Social Media Plattformen in Deutschland, trägt aber nicht soviel zu einer guten Google-Platzierung bei wie etwa Twitter oder YouTube. Welche Social Media Plattform soll man da wählen? Bei dieser Frage dürfte es auch interessant sein, die weitere Entwicklung von Google+ zu beobachten, das sich als neue Google Social Media Plattform in Deutschland gerade in der Betatest-Phase befindet.

Bildunterschriften, Sidemaps und andere Geschichten

Neben Keywords in Texten und Links sind eine Reihe weiterer möglicher Bestandteile eines Blogs für gute SEO sinnvoll: Dazu gehört etwa eine Auflistung der Kategorien, in die Blogartikel eingepflegt werden. Die Namen der Kategorie sollten ebenfalls für den Blog relevante Keywords enthalten. Sidemaps, Bildunterschriften und beschreibende Texte mit passenden Keywords für die in den Blog eingebundenen Videos tragen ebenfalls zu einer besseren Position des Blogs auf Google bei.

Also – wie viel SEO braucht der Blogger?

SEO sollte für einen Blogger kein Buch mit sieben Siegeln sein und auch nichts, wovon er am liebsten die Finger lässt. Die Zeiten von SEO Aktivitäten mit der Brechstange sind allerdings endgültig vorbei. Blogger werden das ebenso gerne lesen wie ihre Leser. Inhaltsarme Texte, die als reine Keyword-Container dienen, gefallen wohl beiden Gruppen nicht wirklich.

Über den Autor:

Christian Arno ist der Gründer und Geschäftsführer des Übersetzungsunternehmens Lingo24. Lingo24 operiert global, mit Niederlassungen auf vier Kontinenten und über 170 fest angestellten Mitarbeitern. Des weiteren arbeitet Lingo24 mittlerweile mit einem Netzwerk von ungefähr 4000 freiberuflichen Übersetzern.

2 Gedanken zu „SEO für Blogger – schon zuviel oder noch zu wenig?“

  1. Ich denke man sollte genau gucken was man macht, auf keinen Fall zuviel.
    Denn viel hilft viel, wird meistens von Google abgestraft.
    Am besten funktioniert es, wenn man sein Hauptaugenmerk auf interessante Artikel legt, die einen Mehrwert liefern, dann kommen die User von ganz alleine.
    Sein Hauptaugenmerk auf die Optimierung zu legen, geht meistens in die Hose 😉

    1. danke für deinen interessanten Beitrag.
      Bin der ähnlichen Meinung das so gut wie einmaliger Content und vor allem nützlicher/hilfreicher Content die meisten Besucher und regelmäßigen Leser bringt und dass dieser Aspekt der Blogführung der wichtigste ist. Denn was bringt eine zu 100 % für Suchmaschinen optimierte Website ohne interessanten Inhalt.
      Also Hauptaugenmerk auf Content und die Vermarktung und Optimierung ebenfalls niemals vergessen, so sollte es schon was werden.

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