Schwarzfahren – ab nun auf Kosten der/einer Versicherung ?

Das war wohl die Nachricht des Tages: In Paris gibts eine Versicherung gegen Schwarzfahrer! Gegen einen Montasbeitrag von EUR 7.-bekommt man, wenn man erwischt wird, die Strafgebühren ersetzt.
So eine Vereinigung, derer es mehrere gibt in Paris, heißt zum Beispiel : „La mutuelle de sans-ticket“.

Ähnliches gabs vor ein paar Jahren schon in Stockholm, auch mit einem Montasbeitrag von ca. 10.- EUR und einem Selbstbehalt in der gleichen Höhe… auch noch billiger als das Monatssticket um ca. EUR 50.-

Diese „Versicherungen“ sind allerdings private Vereine/Zusamnmenschlüsse, und sind meist politisch motiviert.
Es soll erreicht werden, daß die Benützung des öffentlichen Netzes kostenlos für alle ist, so wie der Schulbesuch und die Krankenversorgung….So die Meinung der Aktivisten.

Angeblich, aber ganz angeblich, soll so etwas auch schon mal im Dunstkreis der ÖH herumkursiert sein, dies auch in Wien umzusetzen…..

Vom Idee der Risikogemeinschaft und einer für alle-alle für einen ists ja nicht schlecht umgestzt: Durchwegs ist der Tenor, daß die eingehobenen Mittel – pro Vereinigung gibts ca. 500 „Versicherte“ – ausreichen und mit dem rest noch politische Aktivitäen gesponsert werden können. Heißt soviel, wenn 500 ca. EUR 10 zahlen, und die 5000 locker ausreichen für die Strafe, die pro Person ca. EUR 50.- ausmacht, daß maximal 20% der Schwarzfahrer erwischt werden oder sogar weniger : Das heißt also, es ist ein überschaubares Risiko für die Säckelwarte dieser „Versicherungen“ – wäre es nicht juristisch in einem Graubereich und möglicherweise sogar irgendwo im Bereich des Anstiftens zum Betrug angesiedelt , könnte man sicher sein, die arrivierten Assekuranzen hätten dahingehend bereits entsprechende Produkte entwickelt.

Und bevor die Begehrlichkeit einen nach Frankreich blicken läßt: Auch dort ist die Krankenversicherung zwar für alle nach dem Solidaritätsprinzip gewährleistet, aber die Finanzierung funktioniert auch nur über die Sozialabgaben auf Einkommen und und im übrigen auch Vermögen, ohne Obergrenze.

Ich bin dafür, nicht schwarz zu fahren, und dies nicht zum kostenfreien Goodie zu machen, denn letztendlich zahlen wir es dann doch alle selber über Steuern und Abgaben. Allerdings bin ich durchaus dafür, Menschen in sozialer Not und sehr geringem bis keinem Einkommen und ohne Obdach gegen Vorlage des Sozialpasses eine entsprechendes Ticket zu geben – das können wir uns schon leisten.

Stecken wir doch das Geld in die Weiterbildung unserer Kinder – dafür bin ich: Und zwar hundertprozentig!!

geschrieben von: Patricia Kleinwaechter

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