Ein brüchiger Lebenslauf ist nichts Schlimmes

Als junger mittleren alters kennt man es als Generation Praktikum keinen flüssigen Lebenslauf zu haben. Sehr wenige in unserer Generation haben einen Job am Stück, vielleicht sogar im selben Beruf. Die Halbwertszeit von Arbeit, Berufsbildern, Studiengängen, sind einen enormen Wandel unterlegen.

Als junge Generation sind wir es auch. Unsere Eltern können es nicht verstehen, und meinen vielleicht: Da muss etwas nicht stimmen? Es mag vielleicht Menschen geben die vielleicht an Hyperaktivität leiden, und können nicht bei einer Stelle sein. Okay. Es gibt diese Art Mensch auch. Aber es spiegelt nicht unsere Arbeitsrealität wieder.

Andere meinen vielleicht wir haben keinen vernünftigen Berufsabschluss, um so eben ein beruflicher Springer geworben zu sein. Diese wird es wiederum auch geben, weil wenig qualifizierte, heute noch flexibler sein Müssen. Da braucht man nur an die Zeitarbeit denken.

Zum anderen gibt es viele hoch qualifizierte Fachleute, die auch solche brüchige Lebensläufe kennen. Arbeiten in Projekten, als Assistenten, Freelancer, Praktikanten und sind auch flexibel wie die anderen, mit brüchigen Lebenslauf.

Unsere Arbeitswelt ist so sehr im Wandel, dass dies wahrscheinlich nur der Anfang der Veränderung des Arbeitswandels sein wird. Aus meinen Erfahrungen als Legastheniker kenne ich diese Brüche im Lebenslauf. Heute schätze ich diesen Lebenslauf, da ich vielschichtige Erfahrungen machen konnte, die ich in 20 Jahren in einem Beruf und einen Betrieb niemals gemacht hätte.

Für die, die sich noch nicht an den Wandel gewöhnt haben, mutet es keine Wertarbeit und können damit nichts anfangen. Künftig wird es aber diesen Menschen sehr schwer fallen, sich damit zu arrangieren eben sich den Begebenheiten anzupassen, wie sie eben in unserer neuen Arbeitswelt vorzufinden sind.

Da werden die Personalleiter sowieso den mit dem brüchigen Lebenslauf vorziehen, weil er nicht als Unikum gesehen wird, sondern als Erfahrungsschatz für die Firma. Darum ist ein brüchiger Lebenslauf in unserer Zeit etwas Normales und zeigt viele positive Dinge über unsere Bereitschaft uns zu verändern.

Die eben immer geradlinig arbeiten mussten werden noch stauen, wie viel Freude es machen kann, viele Erfahrungen im Arbeitsleben zu sammeln. Darum ist ein ungerader Lebenslauf eine Bereicherung fürs eigene Leben und für die Arbeitswelt an sich.

In einer immer komplexer werdenden Welt ist es auch nötig viele Erfahrungen gesammelt, zu haben. Darunter zählen auch die Schmerzlichen, die schweißtreibenden und kniffeligen und routinierten Phasen.

Auch Zeiten der Arbeitslosigkeit sollte man nicht zu negativ bewerten. Erstens liegt die Arbeit nicht auf der Straße, besonders für uns junge Menschen. Des Weiteren können wir in diesen Phasen uns auch qualifizieren, um wieder eine gute Chance zu bekommen. Vielleicht brauchen wir einen neuen Fokus auf unsere Arbeitswelt an sich.

Sie ändert sich, und wir ändern uns mit Ihr.

Lars-Michael Lehmann

Autor: Lars-Michael Lehmann

Ich heiße Lars-Michael Lehmann und bin ein betroffener Legasthenieexperte / Diplomierter Legasthenietrainer (EÖDL) sowie Fachjournalist. Seit genau 3 Jahren blogge ich über das hoch komplexe Thema Legasthenie. Seit 20 Jahren weiß ich, dass ich Legastheniker bin. Selber profitiere ich von einschlägigen Erfahrungen als Legastheniker, dies in allen Lebensbereichen. Meine Erfahrungen als Legastheniker reichen von der Schulausbildung bis hin zum Studium. Über die verschiedenen Themen und neuen Blickwinkel habe ich die letzten Jahre auf meinen Blog berichtet. Wenn Ihr mehr über das Thema Legasthenie erfahren wollt. Dann besucht doch meinen Blog: Legasthenie-ist-keine-Schande.

3 Gedanken zu „Ein brüchiger Lebenslauf ist nichts Schlimmes“

    1. Ja diese Erkenntnis ist noch in sehr wenigen Personalabteilungen auf dem Schirm, der alltäglichen Personalfragen. In Kreativschmieden, Werbeagenturen kennt man dies schon eher einmal. Daher sollten sich die Personaler den Jobsuchern eine Chance geben, sich eben bereichern zu lassen. Der demografische Wandel, und der Fachkräftemangel in den kommenden 10-15 Jahren wird sicherlich einiges im Bereich der Personalentscheidung ändern. Selber als Unternehmer werde ich künftig gerade auf solche Dinge achtgeben.

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